Hohle Korundmikrokugeln in Keramikfiltern

Hohle Korundmikrokugeln (Engl. Hollow Corundum Microspheres, nachfolgend HCM) werden zur Erzielung von

Mikro- und Ultrafiltration in Keramikfiltern verwendet. Die Kugelform, kombiniert mit dem inneren Hohlraum und der vergrößerten Oberfläche der Korundmikrokugel, ermöglicht die Erzielung von einzigartigen Filtereigenschaften.

Dank der Kombination von verschiedenen Proportionen der Körner aus Keramikstoffen (Al2O3, TiO2, SiC) und hohlen Korundmikrokugeln können Porenstrukturen mit vorgegebenen Eigenschaften erhalten werden, zum Beispiel Kombination von großen Aluminiumoxidkörnern mit kleinen НСМ oder kleinen Aluminiumoxidkörnern mit großen НСМ.
Wenn eine bifraktale Mischung aus Mikrokugeln mit kleinem und großen Durchmesser in Keramikfiltern eingesetzt wird, kann das Enderzeugnis einzigartige Eigenschaften erhalten.
Bei der Herstellung von zylindrischen Filterpatronen wird durch die Beigabe von 3-5 % НСМ der Pressdruck bei der Keramikmassenextrusion durch die Pressform 1,5- bis 2-fach reduziert.

Räumliche Verformung und Wärmeausdehnungskoeffizient von НСМ

Beim Brennvorgang der Keramikfilter mit НСМ wird die räumliche Verformung des Erzeugnisses 2- bis 3-fach reduziert. Das geschieht dank dem niedrigen Wärmeausdehnungskoeffizienten der Korundmikrokugel bei Erwärmung und Abkühlung. Die Abnahme der räumlichen Verformung eines Keramikfilters nach dem Brennvorgang auf die laut der Zeichnung erforderliche Größe führt zur Reduzierung des Nutzungsumfangs der rohen Keramikmasse und zur besseren Qualität des Enderzeugnisses.

Mechanische Festigkeit und Kugelförmigkeit von HCM

Die Kugelform und die relativ hohe Festigkeit der Korundmikrokugel (40-120 MPa) gewährleisten ausgezeichnetes Fließverhalten der rohen Keramikmasse bei Rüttelformung, und bei der Formung in der Hydraulikpresse wird der Pressdruck 1,5- bis 2-fach reduziert. Dies ist durch Minderung der inneren Reibung der Keramikmassekomponenten bei deren Umverteilung und Verdichtung in der Pressform bedingt. Dank der reduzierten Energieintensität dieser Operation ist eine wesentliche Stromeinsparung in der Keramikfilterproduktionsstufe möglich.